Kostenfragen


Soweit keine gesonderten Vereinbarungen über die Höhe der Honorare getroffen werden (oder getroffen werden dürfen), ist das Kostenrisiko des Mandanten durch gesetzliche Gebühren- und Abrechnungsvorschriften beschränkt und überschaubar. Die von Ihnen ersuchten Informationen über die durch meine Tätigkeit zu erwartenden Kosten sowie in Betracht kommende Kostenträger und Kostenerstattungsansprüche gegen Dritte erteile ich selbstverständlich möglicherweise auch bereits vor Mandatsübernahme.

Rechtsschutzversicherung


Soweit die Eintrittspflicht eines Rechtsschutzversicherers für die Kosten der von Ihnen beabsichtigten Rechtsverfolgung oder -verteidigung in Betracht kommt, werde ich zumeist als zusätzliche Dienstleistung dort die erste Kostendeckungsanfrage für Sie ohne gesonderte Vergütung stellen und nach Deckungsbestätigung die gesamte Abwicklung im gedeckten Kostenbereich über die Zahlungsvermittlung bei Kostenanforderungen Dritter bis zu meiner Schlussabrechnung unmittelbar mit dem Versicherer vornehmen.


Erstberatungshonorar

 
Insbesondere bei komplizierteren Sachverhalten kann die Kostenfrage evtl. erst nach Aufnahme meiner gebührenpflichtigen beratenden Tätigkeit geklärt werden. Für solche Fälle hat der Gesetzgeber für die Rechtssuchenden einen besonderen Schutz geschaffen und die Gebühren für die "erste Beratung“ auf einen Höchstbetrag von 180 € zzgl. MwSt. beschränkt, auch wenn dieser Betrag nach den Abrechnungsvorschriften ansonsten überstiegen würde.


Gebührenvereinbarungen

  • Allgemein: Für bestimmte Tätigkeiten, insb. Strafverteidigungen oder Leistungen außerhalb des üblichen anwaltlichen Berufsbildes, werden die Gebühren meiner Tätigkeit zuvor gesondert zu vereinbaren sein.
  • Außergerichtliche zivilrechtliche Tätigkeiten: War bis vor einiger Zeit auch bei hohen Streitwerten, nach welchen sich die Gebühren der Anwälte zumeist richten, die Unterschreitung der gesetzlichen Gebühren noch unzulässig, besteht nunmehr die Möglichkeit, in Abweichung von den gesetzlichen Gebühren unter Berücksichtigung der Leistung, Haftung und Verantwortung des Anwaltes die Honorare für seine außergerichtliche Tätigkeit frei zu vereinbaren. Über die Einzelheiten danach in Betracht kommender Vereinbarungen - insb. auch für Vergütungen in ständigen Mandatsbeziehungen wie etwa bei Beitreibungsangelegenheiten für Ihr Unternehmen - werde ich Sie gerne individuell unterrichten. In Betracht kommen auch Pauschal- oder Stundenhonorare, welche mit mir zu angemessenen Sätzen zu vereinbaren sind.

Kostenerstattungsansprüche

 
Aufgrund vertraglicher, anderweitig materiell-rechtlicher Ansprüche oder prozessualer Nebenentscheidung kommt in einer Vielzahl von Fällen in Betracht, dass Ihnen bis zur Höhe der gesamten Rechtsverfolgungskosten einschließlich des anwaltlichen Honorars Erstattungsansprüche gegen Dritte zustehen. So wird Ihnen die anwaltliche Dienstleistung etwa bei der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen aus unerlaubter Handlung gegen leistungsfähige
Schuldner (etwa Haftpflichtversicherer nach unverschuldetem Verkehrsunfall) oder Inanspruchnahme zahlungsunwilliger, jedoch zahlungsfähiger Vertragspartner nach Verzugseintritt im wirtschaftliche Ergebnis bei Begründetheit Ihrer zugrunde liegenden Forderung kostenfrei zugute kommen.

Wirtsschaftlichkeit

Oft liegt der wirtschaftliche Sinn der Aufwendung von Kosten in die beratende Tätigkeit des Rechtsanwaltes gerade darin, anderenfalls zu befürchtenden erheblich höheren Aufwand zu vermeiden. Derartiges gilt z.B. für den Fall, dass wegen der Beratung über fehlende tatsächliche, rechtliche oder wirtschaftliche Durchsetzbarkeit Ihres Standpunktes die sonst beabsichtigte Rechtsverfolgung oder -verteidigung weitergehend unterbleibt, aber auch dann, wenn durch sachgerechte Gestaltung von Verträgen, form- und fristgerechte Ausübung von Rechten o.ä. Schaden gemieden wird. Selbst wenn der durch die anwaltliche Beratung zu vermeidende Aufwand oder Schaden deshalb, weil der Anwalt fehlerhaft gearbeitet hat, nicht gemieden wird, hat sich Ihre wirtschaftliche Situation durch die Tätigkeit des Rechtsanwaltes dennoch erheblich verbessert, weil Ihnen für diesen Fall Erstattungsansprüche gegen den für solche Fälle pflichtversicherten Anwalt zustehen werden.

Beratungs- und Prozesskostenhilfe


Wenn Ihre beabsichtigte Rechtverfolgung- oder Verteidigung Erfolg versprechend ist, müssen Sie diese nicht wegen fehlender Mittel zurückstellen. Der Staat stellt Sie bei Vorliegen der weiteren gesetzlichen Voraussetzungen von Gerichtskosten frei und ordnet Ihnen unentgeltlich den Rechtsanwalt Ihrer Wahl bei. Im Einzelfall berate ich Sie hierzu gerne.
Prozessfinanzierung

Auch wenn in Ihrer Person die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe nicht vorliegen, Ihnen das wirtschaftliche Risiko, welches mit der Verfolgung Ihrer Ansprüche verbunden ist, jedoch zu hoch erscheint, sollten Sie sich beraten lassen. Spezielle Unternehmen sind möglicherweise bereit, Ihren Rechtsstreit zu finanzieren, ohne dass Sie - selbst im Unterliegensfall - ein eigenes Prozesskostenrisiko oder Rückforderungen zu fürchten hätten.